Kooperationen zwischen öffentlichen und privaten Biobanken
Ziel dieses Pilotprojektes war die Erarbeitung von Rahmenbedingungen, Konzepten und Regularien für eine Kooperation zwischen öffentlich-akademischen und privat getragenen spender- oder studienbasierten Biomaterial- und Datenbanken.
Aus der Verzahnung dieser Einrichtungen ergeben sich neue Chancen, aber auch neue juristische, ethische und datenschutzrechtliche Herausforderungen für die biomedizinische Forschung, besonders hinsichtlich der zu verwendenden Patienteninformationen und Einwilligungserklärungen sowie der Kriterien für die eventuell reziproke Nutzung»retrospektiver« Bioproben und Daten. Das Projekt steht in engem Zusammenhang mit dem Projekt zur Erarbeitung einer Kollaborationsplattform zur Patienteninformation und -einwilligung (V017-05M).
Am Beispiel der Kooperation zwischen der öffentlich geförderten Integrierten Biomaterial- und Datenbank Würzburg (IBDW) und der Biobank des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes gGmbH, die in privater Trägerschaft arbeitet, sollen in dem Projekt exemplarisch die ethischen, datenschutzrechtlichen und juristischen Vorgaben zusammengestellt und in Mustertexte umgesetzt sowie generische Schnittstellenlösungen für eine reziproke und transparente Nutzung von Proben und Daten erarbeitet werden. An einem zweiten Standort – Universitätsklinikum Jena – werden diese Dokumente evaluiert und anschließend als generische Dokumente von der TMF bereitgestellt.
V101-01M BioKEP – BMB-Kooperationen öffentliche / private Trägerschaft
Förderer: TMF (aus BMBF-Förderung MethInfraNet)
Projektzeitraum: 2013 - 2016
Verbrauchte Mittel: 93.891,00 €
Projektleitung:
Prof. Dr. Roland Jahns | Jörg Fuchs
Integrierte Biomaterial- und Datenbank (IBDW)
Universitätsklinikum Würzburg
Straubmühlweg 2a, Gebäude A8/9
97078 Würzburg