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D071-02 RADARplus

Anonymisierte Routinedaten aus der ambulanten Versorgung für die Versorgungsforschung

[Drittmittelprojekt | laufend] Ziel des Projekts »Routine Anonymized Data for Advanced Service Research – RADARplus« ist die Erhaltung und Weiterführung des Betriebes der RADAR-Infrastruktur, in der Behandlungsdaten von Patientinnen und Patienten aus der hausärztlichen Versorgung in eine Forschungsdatenbank überführt und für verschiedene Fragen der Versorgungsforschung genutzt werden sollen. In dem Projekt soll sowohl die Verarbeitung anonymisierter (Szenario 1) als auch pseudonymisierter (Szenario 2) Behandlungsdaten betrachtet werden.

Das Projekt wird vom Institut für Allgemeinmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen geleitet, welches auch für die wissenschaftlichen Fragestellungen im Projekt und die Akquise und Einbeziehung hausärztlicher Praxen zuständig ist. Für die Errichtung der Forschungsdatenbank ist hingegen die Gesellschaft für Wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) als Projektpartner Teil des Projekts. Die informatische Betreuung des Projekts erfolgt durch das Institut für Medizinische Informatik der Universitätsmedizin Göttingen. Als Experte für Aufgaben einer Treuhandstelle, wie etwa die Pseudonymverwaltung und Record-Linkage, wurde das Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald eingebunden. Die TMF ist als Projektpartner für die datenschutzrechtliche Betreuung des Projekts zuständig.
 
In RADARplus soll eine stärkere Beteiligung der Hausarztpraxen herbeigeführt werden. Dazu wird eine qualitative Untersuchung über die Möglichkeiten zur Verbesserung der Rekrutierung durchgeführt, hierfür soll ein Informationsvideo entstehen. Ziel ist es, weitere 20 Hausarztpraxen aus Niedersachsen für die Teilnahme zu gewinnen.
 
Des Weiteren soll die veralte BDT94-Schnittstelle durch eine interoperable und zukunftsorientierte FHIRSchnittstelle nach § 291 d SGB V ersetzt werden.
 
Die vollständige Anonymisierung der Behandlungsdaten noch in den Praxen der Hausärztinnen und
Hausärzte gestaltet sich schwierig. Ziel ist es darum, eine Risikoanalyse nach der DSGVO für eine anonyme Extraktion von Routinedaten durchzuführen. Dabei muss insbesondere auch die Reform zum Schutz von Privatgeheimnissen nach § 203 StGB beachtet werden. Die prototypische Umsetzung eines solchen Szenarios bleibt weiterhin ein bedeutendes Ziel dieser Projektphase.

 

Aktivitäten und Fortschritt 2018:

  • Pseudonymisierung der Daten in der Treuhandstelle
  • Prüfung von BDT-Datenfeldern aus dem Arztpraxisinformationssystem
  • Übermittlung der ausgewählten pseudonymi-sierten medizinischen Daten und Verlinkung mit Fragebögen
  • Entwicklung eines Datenschutzkonzepts für das Szenario mit Einwilligung

 
Aktivitäten und Fortschritt 2019:

  • Schaffung Vertraglicher Grundlagen für die
    Einbeziehung von Arztpraxen
  • Einbeziehung von Praxen in die Nutzung pseudonymer Patientendaten auf Basis einer Einwilligung
  • Pseudonymisierung und Speicherung der Daten von ca. 100 Patienten aus mehreren Praxen auf Basis einer informierten Einwilligung
  • Erste Vorverarbeitungen und Auswertungen der Daten
     

Aktivitäten und Fortschritt 2020:

  • Amendment zum Datenschutzkonzept
  • Digitales Einwilligungsmanagment etabliert
  • Entwicklung eines Interviewleitfadens für die Hausärzte und medizinischen Fachangestellten
     

Ausblick 2021:

  • Durchführung weiterer Auswertungen und Publikation der methodischen Ergebnisse des Projekts
  • Szenario mit Nutzung weitgehend deidentifizierter Daten mit rechtlicher Absicherung
  • Anpassung der RADAR-Software (BDT-Parser) im Hinblick auf bevorstehende Änderungen der Technologien und Schnittstellen mit HL7/FHIR
  • Erstellung eines Forschungsportals mit Darstellung der Datenstruktur, der zusammengefassten Daten und der beschreibenden Statistiken
     

Projektleitung

Prof. Dr. Eva Hummers-Prader, Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsmedizin Göttingen

 

Projektzeitraum

2019 – 2022

 

Bewilligte Mittel (Anteil TMF):

siehe »DFG-Zentralprojekt zu TMF-Forschungsprojekten«
 

Förderer

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) | Projektnummer 315084924

 

 


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